Gründe für die Wartung Ihres Garagentors

In der Garage schützen wir nicht nur unser Auto oder unsere Fahrräder vor Wind und Wetter. Sie ist zudem ein Teil unseres Zuhauses und fällt uns für gewöhnlich unmittelbar ins Auge, sobald der Blick von der Straße in die Einfahrt fällt.

Ein Garagentor unterliegt erheblichen Einwirkungen und ist hohen Belastungen ausgesetzt. So nagen Sonne, Regen, Schnee, Kälte und Hitze genauso an der Farblackierung wie Unfallschäden oder Spritzwasser, welches mit Streusalz versetzt sein kann. Der Garagentor-Lack wird dann schnell ab geweht, hierdurch können sogar Beulen und Roststellen entstehen. Witterungsbedingt verwitterte Tore mit verblasster und abgeplatzter Farbe sind nicht schön anzusehen. Daher sind regelmäßige Wartungsarbeiten unerlässlich, welche das Tor vor Verschmutzung und Wettereinflüssen bewahren.

Beim Material von Garagentoren sind jedoch große Unterschiede festzustellen. Viele werden aus Stahlblech gefertigt, das grundiert und lackiert geliefert wird. Üblich sind aber auch Aluminium Tore, verzinkte Garagentore und auch Holz ist erhältlich.

Wie halte ich ein lackiertes Garagentor instand?

Werden lackierte Tore unzureichend gepflegt, so sind sie gegenüber Umwelteinwirkungen stärker anfällig und verlieren schnell ihr glänzendes Erscheinungsbild. Stumpfe und stark verwitterte Garagentorlacke behandelt man deshalb zunächst sorgfältig mit Wasser und anschließend mit einem Metall-Reiniger. Speziell für Lackoberflächen entwickelte und speziell für die Reinigung von Autos eingesetzte Pflegemittel dienen der Entfernung feiner Kratzer. Darüber hinaus machen sie raue Lackflächen glatt und schaffen es, festsitzenden Dreck schnell zu beseitigen. Eine anschließende Behandlung mit einer Politur wird empfohlen. Wenn Sie dann den Lack an Ihrem Tor versiegeln möchten, können Sie Autowachs verwenden.

Was ist sonst noch zu beachten?

Um sicherzustellen, dass die Garageneinfahrt einwandfrei arbeitet, sind Scharniere und Rollenhalter vierteljährlich mittels Sprühöl oder Sprühfett instand zu halten. Die Führungsschienen des Tores bedürfen keiner weiteren Wartung. Vielmehr ist ein Ölen und Fetten der Führungsschienen recht ungünstig, denn Staub und Schmutz setzen sich dadurch im Laufe der Zeit noch besser fest. Im Endeffekt führt dies dann zu einem schwerfälligen Torlauf. Und da sich Fett und Öl zunehmend verfestigt, verlangsamt sich das Tor noch zusätzlich. Behandeln Sie die Profilzylinder idealerweise alle zwei Jahre mit einem Wartungsspray. Bei Edelstahlelementen sollten Sie diese etwa vierteljährlich mit einem speziellen Edelstahlreiniger behandeln und pflegen.

Welche Farben sind für die Lackierung geeignet?

Vorab ist es an der Zeit, die gewünschte neue Lackfarbe zu bestimmen. Dabei ist es wichtig, dass der Lack des Garagentors für den Außeneinsatz ausgelegt ist. Holen Sie sich bei dem Farbenkauf am besten Rat bei einem Fachhändler, der kann Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Lacks behilflich sein. Es gibt eine große Auswahl an RAL Tönen von Buntlacken auf dem Markt.

Unser Tipp: ganz gleich ob Ihr Garageneingang nun aus Holz oder Metall besteht, ein Anstrich sollte bei einer Außentemperatur um die 20 °C vorgenommen werden, damit die Farbe eine gute Konsistenz behält und schnell trocknen kann.

Wie man ein verzinktes Garagentor richtig lackiert

Zahlreiche Garagentore werden verzinkt, welche im Neuzustand sehr glänzend sind. Allerdings werden sie im Laufe der Zeit immer matter. Das liegt daran, da eine Reaktion der Zinkschicht und der Luft stattfindet. Somit sind Verfärbungen vollkommen natürlich. Eine Lackierung des Zink Tors ist aber möglich. Allerdings gibt es hierbei eines zu beachten: die, je nach Bauart, sehr geringe Zinkschicht. Wenn Sie nun bis auf die verzinkten Untergründe schleifen, wird hierdurch die Zinkschicht entfernt und das Garagentor wird korrosionsanfällig. Deshalb ist es wichtig bei der Vorbereitung, zwischen den Materialien zu unterscheiden, aus denen das Garagentor besteht: herkömmliches Stahlblech, verzinktes Blech oder Aluminiumblech.

Sie sollten auch sicher sein, dass es sich um ein mindestens ein Jahr altes verzinktes Tor handelt, ehe es überhaupt einer Behandlung unterzogen wird. Denn so lange benötigt die Zinkschicht, um vollständig mit der Luft zu reagieren. Dadurch entfällt der Korrosionsschutz. Ausnahme ist ein neu verzinktes Tor, dieses kann unmittelbar nach dem Verzinken, sprich innerhalb der ersten Tage, gestrichen werden. Verzinkte Untergründe sollten aber immer vor der Grundierung mit einer sauren Lösung, wie z.B. Ammoniaklösung gründlich von Staub und Schmutz befreit werden.

kleiner Tipp: als Alternative zum Zinkreiniger bietet sich die Netzmittelwäsche an. Für die Entfettung mischen Sie 3 Liter Wasser mit 500 ml Ammoniak (Salmiak-Spiritus 9%ig) und ca. einem Kronkorken voll Waschmittel. Mit diesem Gemisch und einem Schleifvlies schleifen Sie vorsichtig die Oberfläche und anschließend waschen Sie sie mit klarem Wasser ab. Tragen Sie hierbei Gummihandschuhe und eine Schutzbrille.

Vor der Lackierung muss es mit einem für verzinkte Oberflächen geeignetem Mittel grundiert werden. Danach kann nur ein spezieller Garagentorlack gewählt werden, welcher mit diesem Grundiermittel kompatibel ist und keinerlei unerwünschte Effekte hervorruft.

Bei verzinkten Garagentoren ist oft von innen zu sehen, ob sie lackiert wurden oder nicht. Da hier in der Regel keine Farbe aufgetragen wird. Wenden Sie sich an einen Fachmann, wenn Sie nicht sicher sind, woraus Ihr Garagentor besteht.

Und so geht´s

1. Entfernen Sie im ersten Schritt Schmutz mit einer weichen Handbürste

2. danach reinigen Sie wie oben beschrieben die zu lackierende Fläche.

3. Jetzt wieder mit einfachem Leitungswasser reinigen und anschließend abtrocknen lassen

4. das komplette Zink Tor muss nun mit einer Grundierung versehen werden.

5. Nach vollständigem Trocknen kann es nun mit einem für Zink geeigneten Garagentorlack gleichmäßig bestrichen werden.

6. Streichen Sie die Zwischenräume am besten mit einem Rundpinsel. Für die große Fläche empfehlen wir eine Schaumstoffrolle.

Wie man ein Tor aus Stahl neu lackiert

Eine gründliche Vorbereitung ist unerlässlich, daher muss als erstes die alte Farbe restlos abgeschliffen werden. Falls bereits sichtbare Korrosionsstellen vorhanden sind, so sind diese so lange abzuschleifen, bis blankes Metall erkennbar ist. Bleibt ein Rostfleck unter dem neuen Lack zurück, so hat sich der Rost nach kurzer Zeit wieder durch den Lack gefressen. Aus diesem Grund sollte der Rost vollständig beseitigt werden. Daher ist nach dem Schleifen sofort ein Anstrich mit Rostschutzfarbe vorzunehmen. Diese wird einfach mit Hilfe eines Pinsels aufgetragen und dabei gleichmäßig verstrichen. Und erst nachdem die zum Teil zweimal aufzutragende Grundierung mit dem Rostschutzmittel vollständig getrocknet ist, wird mit der Lackierung angefangen. Das Auftragen des neuen Garagentorlackes auf dem Stahl kann entweder mit einem Pinsel, einer Rolle oder mit einem Farbspritzgerät erfolgen. Bei Verwendung eines Farbspritzgerätes sollte das Auto zunächst aus der Garage gefahren werden, da sonst der Sprühnebel auch in kleinste Risse eindringen kann und sich auf dem Fahrzeug absetzt.

In Abhängigkeit vom Farbresultat empfiehlt es sich, das Garagentor ein zweites Mal zu lackieren. Allerdings sollten Sie mit dem zweiten Anstrich warten, bis der erste Anstrich vollständig getrocknet ist.

Und so geht´s

1. wie oben beschrieben

2. Entfernen Sie die Farbschicht und Roststellen mit einem groben Schleifpapier

3. der zu lackierende Untergrund vor dem Lackieren sauber, trocken und staubfrei reinigen

4. nicht zu lackierende Flächen, sind mit Farbmaskierungs- und Abdeckfolie zu schützen.

5. folgend streichen Sie gleichmäßig die Rostschutzfarbe auf

6. die vollständige Einwirkung der Rostschutzfarbe abwarten

7. danach kann der Lack aufgetragen werden

Wie man ein Aluminium-Garagentor neu lackiert

Das Aluminium ist ein Metall, welches nicht rostet. Es braucht daher nicht unbedingt eine Schutzschicht. Allerdings verfärbt sich die Oberfläche durch die Reaktion mit Luft, Sonnenstrahlen und Feuchtigkeit trotzdem. Das gefällt nicht jedem Garagenbesitzer.  Aber auch hier ist es möglich, das Aluminiumtor mit einem neuen Anstrich zu versehen. Falls Ihr Aluminiumtor bereits lackiert ist, so muss die Oberfläche vorab etwas angeschliffen werden. Dazu sollte ein feines Schleifpapier mit einer 120ger Körnung zum Einsatz kommen. Damit der neue Garagentorlack überhaupt haften kann, ist dieser Arbeitsschritt unerlässlich. Reinigen Sie die zu lackierende Fläche danach mit Silikonreiniger. Sowohl das Grundieren als auch das Lackieren kann nur mit Lacken erfolgen, die für das Lackieren auf Aluminium geeignet sind. Achten Sie auf die Angaben auf den Behältern, dort steht geschrieben für welche Materialien sie geeignet sind.

Und so geht´s

1. wie oben beschrieben

2. wie oben beschrieben

3. die anhaftenden Fett- und Silikonreste lösen Sie nun mit einer Verdünnung oder mit speziellen Aluminiumreiniger

4. Lassen Sie das Aluminiumtor vollständig trocknen

5. Nun tragen Sie die Grundierung auf

6. bis zur vollständigen Trocknung warten

7. Jetzt streichen Sie einen Grundlack (auf Wasserbasis) auf

8. Nach dem vollständigen Trocknen des Basislacks tragen Sie jetzt einen transparenten Decklack auf

Wie man ein Holzgaragentor neu lackiert

Es gibt nur noch wenige Garagen, die mit einem Holztor ausgestattet sind. Meist handelt es sich hierbei um ältere Garagen, welche mit Flügeltoren versehen sind. Sofern diese noch intakt sind, ist ein Austausch durch ein neues Dreh- oder Sektionaltor auch nicht erforderlich. Dann ist es wichtig, dass Sie es durch regelmäßige Pflege optimal schützen. Deshalb sollten Sie, wie z.B. bei Gartenmöbeln auch, die Oberfläche mindestens einmal im Jahr neu lasieren. Weiterhin ist darauf zu achten, dass dunkle Lasuren an Toren mit direkter Sonneneinstrahlung zu vermeiden sind. In den Anweisungen des Herstellers finden Sie in der Regel Angaben, welche Ihnen genau erklären wie die Lasur für beste Farbergebnisse aufgetragen wird.

Beim Auftragen von Holzschutzlasuren oder -lackierungen ist es wichtig, dass die Oberflächen vor dem Lackieren vollständig trocken sind. Mit einer Holzschutzlasur ist ein guter Schutz gegen Witterungseinflüsse und Schädlingsbefall gegeben. Diese tragen Sie einfach mit einem breiten Pinsel auf. Sollten Sie sich für einen Lack entscheiden, müssen Sie darauf achten, zunächst eine Grundierung aufzutragen, so dass die Farbe nicht zu tief in das Holz hineingelangt. Dies würde den Garagentorlack hinterher ungleichmäßig erscheinen lassen.

Grundsätzlich ist es jedoch nicht empfehlenswert, ein Holz-Garagentor zu lackieren, da dadurch die Oberfläche geschlossen wird und kein Feuchtigkeitsaustausch mehr erfolgen kann. Wenn das Holz trotzdem mit einem Lack versehen werden soll, sollten Sie wie unten in der Anleitung beschrieben vorgehen.

Und so geht´s

1. Zunächst die zu lackierende Fläche mit Wasser, Reinigungsmittel, Schwamm und Bürste reinigen

2. Warten bis das Tor vollständig getrocknet ist

3. Dann die alte Lackschicht abschleifen. Hierfür können Sie einen Schwingschleifer oder einen Exzenterschleifer einsetzen. Dabei entfernen Sie lose Farbpartikel oder auch Unebenheiten auf dem Holz

4. Beschädigungen, wie z.B. große Dellen oder kleine Löcher, können mit Holzkitt wieder geschlossen werden.

5. Diesen 24 Stunden trocknen lassen

6. Reparierte Beschädigungen können nun nachgeschliffen werden

7. Entfernen Sie Schleifstaub gründlich

8. Flächen, die nicht gestrichen werden und auf die keine Farbe gelangen soll, sollten mit Malerkrepp und Abdeckfolie versehen werden.

9. Nun mit einem verdünnten Lack grundieren

10. Anschließend streichen Sie mit einem wetterfesten Lack

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